Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Globalisierungsprozesse – begleitet von Umweltveränderungen, weltweiter Armut, Lebensmittelskandalen und erhöhtem Wettbewerbsdruck – bringen für uns alle im engeren und weiteren Umfeld grundlegende Veränderungen mit sich. Durch die Behandlung solcher Themen im Schulunterricht sollen Kinder und Jugendliche  die notwendigen Kompetenzen erwerben, die es ihnen ermöglichen, sich in einer globalisierten Welt zu orientieren und eigene Werte und Haltungen zu entwickeln.

Das allgemein anerkannte Leitbild in diesem Zusammenhang ist seit den 1990er Jahren das der nachhaltigen Entwicklung. Hieraus hat sich im Bildungskontext das Konzept der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) entwickelt, das zunehmend Einzug in Schulen und Bildungseinrichtungen findet.

Unter BNE ist ein Bildungskonzept zu verstehen, das vor allem Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln soll. BNE hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler zu der aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte, demokratischer Grundprinzipien und kultureller Vielfalt zu befähigen. Hierbei sollen sie zudem abschätzen lernen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. All dies geschieht zum einen durch die Vermittlung von Inhalten und zum anderen durch die gezielte Förderung von entsprechenden Kompetenzen – vor allem der sogenannten Gestaltungskompetenz.

Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“ haben sich die Staaten der UN verpflichtet, dieses Konzept in jeglichen Bildungseinrichtungen zu stärken. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es hierzu entsprechende Programme, Initiativen und Kampagnen.

Dem zunehmenden Stellenwert von BNE im schulischen und außerschulischen Bildungskontext möchten wir mit dem Lernbauernhof exemplarisch Rechnung tragen.