Die Solawi Kümper Heide

Es ist geschafft!!

Im Jahr 2013 gab eine kleine Gruppe interessierter DortmunderInnen eine Anzeige in der „Schrot und Korn“ auf: „Suchen Landwirt in Dortmund für die Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft“. Nach zunächst erfolgloser Suche trafen die interessierte Verbraucherseite und der Lernbauernhof als interessierte Erzeugerseite aufeinander. Ein Jahr später startete die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft „Solawi Kümper Heide“ in das erste Ernte-Jahr – getragen von 40 Menschen, welche in der Bieterrunde vorab einen Ernteanteil gezeichnet hatten.
 
Mittlerweile versorgen wir mit einem tollen Team auf rund einem Hektar Fläche knapp 150 Haushalte in und um Dortmund mit frischem, regionalem, saisonalem Gemüse. Der Name der Solawi bzw. der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft leitet sich vom Straßennamen ab, an der der Hof – und der Solawiacker liegen: Der Kümper Heide.

Die Gemeinschaft

Wie der Name „gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft“ schon sagt, ist die Gemeinschaft bei dieser Form der Landwirtschaft sehr wichtig – viele unserer Mitglieder sind bereits seit Gründung 2013 dabei und aktiv – sei es auf dem Acker, in einer der Arbeitsgruppen oder einfach nur immer wieder freundlich nachfragend und rückmeldend.

Dabei gilt: Mitarbeit ist sehr willkommen, aber grundsätzlich freiwillig. Aber gerade für manche „Städter“ sind beispielsweise die regelmäßige Erntehilfe am Freitagvormittag oder das gemeinsame Ackern am Wochenende ein willkommener Ausgleich zur alltäglichen Büroarbeit. Darüber hinaus kann man sich in Arbeitsgruppen nach eigener Interessen- und Kompetenzlage einbringen – z.B. in der AG Technik, der AG Mitarbeit oder der AG interne Kommunikation. Hier und in den monatlichen Treffen im Plenum besteht die Möglichkeit, die Solawi aktiv mit zu gestalten und an Diskussionen zur weiteren Entwicklung teilzuhaben.

Wer gerne langfristig die Idee einer nachhaltig orientierten Landwirtschaft in Dortmund unterstützen möchte, kann darüber hinaus Mitglied im gemeinnützigen Verein „Solawi Dortmund e.V.“ werden.

Wie funktioniert die Solawi Kümper Heide?

Eine Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft bildet sich jeweils für ein Wirtschaftsjahr – vorab zeichnen alle Interessierte in einer Bieterrunde ihre Ernteanteile. Hierbei gilt auch das solidarische Prinzip: Ausgehend von einem Richtwert für einen ganzen Anteil können Mitglieder ihren monatlichen Beitrag für die Finanzierung des folgenden Wirtschaftsjahres wählen: Damit können Menschen, welche mehr als den Richtwert beitragen, anderen Menschen mit geringeren finanziellen Möglichkeiten eine Teilnahme an der Solawi ermöglichen. Die Summe aller Anteile deckt das vorab kalkulierte Budget für die Produktion der Lebensmittel ab. Der monatliche Richtwert für einen ganzen Anteil betrug im Jahr 2017 68,50 Euro. Die gesamte Ernte im Wirtschaftsjahr wird dann durch alle Mitglieder der EVG gleich und gerecht geteilt.

Damit nicht jede Woche 150 Menschen auf den Hof kommen, organisiert sich die Abholung in derzeit 17 räumlich geclusterten Abholgruppen – das heißt, eine/r aus einer Abholgruppe holt jeweils das Gemüse für alle Mitglieder der Abholgruppe ab und bringt es in ein eigenes, dezentrales Lager (z.B. eine Garage oder den Räumlichkeiten befreundeter Unternehmen oder Vereine).

Was gibt es für Gemüse?

Zu Beginn eines Wirtschaftsjahres machen die Gärtner eine Anbauplanung für die kommende Erntesaison. Dabei gilt: regional und saisonal bedeutet auch Schwankungen in der Erntemenge, abhängig von Jahreszeit, Wetterverhältnissen, … Im Spätsommer quellen die Gemüsekisten förmlich über, und unsere Mitglieder müssen sich Gedanken machen über neue alte Methoden der Konservierung (Stichwort Zucchini- und Mangoldschwemme…). Auch hier hilft die Gemeinschaft weiter: mit eigenen Tipps und Rezepten, welche über das interne Diskussionsforum oder den wöchentlichen Info-Brief weitergegeben werden. Im Winter und vor allem im frühen Frühling ist für einige Wochen Erntepause. Hier versuchen wir durch den vermehrten Anbau von Lagergemüse und den Aufbau zusätzlicher Folientunnel, die gemüsefreie Zeit weiter zu verkürzen.

Das Team

Elmar ist zuständig für alle maschinenbetriebenen Arbeiten auf dem Acker und sein Lieblingsgemüse: die Kartoffeln. Außerdem ist er als Bauer quasi zuständig für alles.

Miriam ist zuständig für alle finanziellen und verwaltungstechnischen Belange: Budgetplanung, Personal, Buchhaltung etc. Darüber hinaus schreibt sie, gemeinsam mit Katharina, den wöchentlichen Info-Brief für die Mitglieder.

Hennes ist als ausgebildeter Gärtner zuständig für die Gemüseproduktion und die gute Seele auf dem Acker.

Katharina steht als Quereinsteigerin Hennes auf dem Acker zur Seite und bildet darüber hinaus die Schnittstelle vom Acker zum Lernbauernhof und – u.a. als Mitautorin des wöchentlichen Info-Briefs – zur Gemeinschaft.

Jörg ist Vorstandsmitglied des Solawi-Dortmund e.V. und aktiv tätig in der AG Öffentlichkeitsarbeit.

Unterstützung gibt es darüber hinaus von unseren FÖJlern (eine Stelle wird seit 2017 über die Solawi finanziert) sowie in Arbeitsspitzen punktuell von weiteren Personen.

Unerlässlich ist immer wieder die Mithilfe von Menschen aus der Gemeinschaft. Beim Maschinenreparieren, Schweißen, größere Dinge bauen, etc... Es ist ganz toll, das hier immer wieder viel geholfen wird.

Die Solawi Kümper Heide kennen lernen

Gerne könnt Ihr Euch vorab einen Eindruck von uns und der Solawi Kümper Heide verschaffen – zum Beispiel beim gemeinsamen Ackern: jeweils am ersten Samstag und dritten Sonntag des Monats auf dem Solawi-Acker. Je nach Jahreszeit variieren die Zeiten. Deswegen auf jeden Fall bitte Anmeldung vorab unter kontaktattsolawi-dortmund.org 

Vor Beginn eines neuen Wirtschaftsjahres laden wir zu Info-Veranstaltungen ein – siehe Aktuelles und Termine

Darüber hinaus könnt Ihr uns bei verschiedenen Veranstaltungen persönlich kennen lernen – zum Beispiel bei DortBunt oder bei der jährlichen Messe Fair Friends in Dortmund.

Auch für alle andere Fragen stehen wir Euch gerne zur Verfügung unter kontaktattsolawi-dortmund.org